Wer gemeinsam mit Ehepartner und Kindern in die Vereinigten Arabischen Emirate ziehen möchte, sollte den Familiennachzug Dubai frühzeitig planen. Mit einem Familienvisum (Family Residence Visa beziehungsweise Dependent Visa) können berechtigte Einwohner ihre Angehörigen nachholen. Voraussetzung sind ein gültiger Aufenthaltsstatus, ausreichendes Einkommen und geeignete Nachweise für die familiäre Beziehung.
Der häufig unterschätzte Teil ist die Vorbereitung der Unterlagen. Heirats- und Geburtsurkunden aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz müssen für die Verwendung in den VAE häufig aufwendig legalisiert werden.
Dieser Ratgeber erklärt die Regeln für Ehepartner, Söhne, Töchter und Eltern, zeigt die möglichen Kosten und führt durch den Antrag bis zur Emirates ID.
Hinweis: Dieser Artikel informiert allgemein, Stand Oktober 2026. Anforderungen, Gebühren und Verfahrensschritte können sich ändern; maßgeblich sind die aktuellen Vorgaben von GDRFA Dubai beziehungsweise ICP. Keine individuelle Rechtsberatung.
Inhaltsverzeichnis

Familiennachzug Dubai: Kurzüberblick
| Kriterium | Grundregel / Orientierung |
| Sponsor | Gültiges VAE-Aufenthaltsvisum, ausreichendes Einkommen und geeignete Unterkunft |
| Mindesteinkommen | AED 4.000 (ca. 970 €) monatlich oder AED 3.000 (ca. 730 €) plus gestellte Unterkunft (allgemeine föderale Regel) |
| Ehepartner | Nachweis einer rechtsgültigen Ehe; medizinischer Test ab 18 Jahren |
| Söhne | Grundsätzlich unter 25 Jahren; besondere Regeln für Kinder mit speziellen Bedürfnissen |
| Töchter | Unverheiratete Töchter grundsätzlich ohne entsprechende obere Altersgrenze |
| Eltern | Sondervoraussetzungen; vor Antrag individuell bei GDRFA prüfen |
| Behörden | Für Dubai vor allem GDRFA/Amer; föderale Informationen bei ICP/u.ae |
| Gebühren | Abhängig von Antragsart, Aufenthaltsdauer, Statusänderung, Emirates ID und Versicherung |
Die Übersicht ist eine Orientierung und ersetzt keine individuelle Prüfung. Insbesondere Elternnachzug, besondere Familienkonstellationen und Visa-Sonderkategorien können abweichen.
Wer darf Familienangehörige in Dubai sponsern?
Eine zentrale Voraussetzung ist, dass die sponsernde Person selbst über einen gültigen Aufenthaltstitel in den VAE verfügt. Das kann beispielsweise ein Arbeitsvisum, ein entsprechendes Investorenvisum oder ein langfristiger Aufenthaltstitel sein. Entscheidend ist, ob die jeweilige Visumskategorie das Sponsoring erlaubt und die konkreten Bedingungen erfüllt sind.
Für den Familiennachzug Dubai nennt das offizielle VAE-Regierungsportal als allgemeine Einkommensgrenze AED 4.000 (ca. 970 €) monatlich oder AED 3.000 (ca. 730 €) mit bereitgestellter Unterkunft. Eine bestimmte Berufsbezeichnung ist dafür grundsätzlich nicht mehr erforderlich. Zusätzlich werden unter anderem Wohnraumnachweise und Dokumente zum Verwandtschaftsverhältnis benötigt.
Wer noch kein eigenes Aufenthaltsvisum besitzt, sollte zuerst den passenden Aufenthaltsweg klären. Erst danach lässt sich die Familienplanung auf eine verlässliche Grundlage stellen.
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Voraussetzungen für Ehepartner, Kinder und Eltern
Ehepartner nach Dubai holen
Beim Ehepartner wird in der Regel eine offiziell nachgewiesene Ehe vorausgesetzt. Eine entsprechend legalisierte Heiratsurkunde zählt deshalb zu den zentralen Antragsunterlagen. Antragsteller ab 18 Jahren müssen üblicherweise einen medizinischen Eignungstest bei einer zugelassenen Einrichtung absolvieren.
Söhne: Welche Altersgrenze gilt?
Das offizielle VAE-Portal nennt Söhne unter 25 Jahren als grundsätzlich sponsorbar. Die pauschale Aussage, dass ein Sohn nur bis 18 und darüber hinaus ausschließlich als Student nachziehen kann, wäre daher zu eng. Maßgeblich sind die konkret geltenden Regelungen für Alter und Aufenthaltsstatus; vor dem Antrag sollten Sonderfälle mit GDRFA oder ICP geklärt werden.
Töchter und Kinder mit besonderen Bedürfnissen
Unverheiratete Töchter können nach den föderalen Angaben grundsätzlich ohne die bei Söhnen genannte Altersobergrenze gesponsert werden. Für Kinder mit speziellen Bedürfnissen bestehen besondere Regelungen. Der Einzelfall und die benötigten Nachweise sollten vorab geprüft werden.
Eltern: Eigenständige Anforderungen
Ein Nachzug der Eltern ist grundsätzlich möglich, ist aber nicht mit dem Standardantrag für Ehepartner und Kinder gleichzusetzen. Je nach Fall können höhere Einkommensanforderungen, ein geeigneter Wohnraum, eine Krankenversicherung, Nachweise über die finanzielle Unterstützung und zusätzliche Genehmigungen nötig sein. Pauschale Gehaltsgrenzen sollten ohne Bestätigung durch GDRFA Dubai nicht als verbindlich dargestellt werden.
Offizielle Informationen der Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate zum Familienvisum.
Dokumente und Beglaubigung: Was wirklich nötig ist
Für den Familiennachzug Dubai gehören korrekt nachgewiesene Familienbeziehungen zu den wichtigsten Anforderungen. Üblicherweise werden Reisepässe, Passfotos, Unterlagen des Sponsors, Einkommens- und Wohnraumnachweise sowie – je nach Angehörigem – Heirats- oder Geburtsurkunden benötigt. GDRFA nennt für entsprechende Anträge ausdrücklich beglaubigte Geburts- und Eheurkunden.
Warum eine Apostille allein nicht genügt
Viele Auswanderer kennen die Apostille aus dem europäischen Urkundenverkehr. Für die Vorlage bei Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate kann aber eine Legalisation über mehrere Stationen erforderlich sein. Entscheidend ist das Ausstellungsland der Urkunde und der konkrete Dokumententyp. Eine einfache universelle Abfolge „Apostille, Botschaft, MOFA“ sollte nicht ungeprüft auf Deutschland, Österreich und die Schweiz übertragen werden.
Deutsche Urkunden: Vorbeglaubigung und Endbeglaubigung
Für deutsche öffentliche Urkunden erläutert das Auswärtige Amt, dass die Vereinigten Arabischen Emirate zusätzlich zur erforderlichen Vorbeglaubigung eine Endbeglaubigung verlangen können.
Seit 1. Januar 2023 ist für diese Endbeglaubigung das Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten (BfAA) zuständig. Danach ist die aktuelle Legalisation durch die zuständige VAE-Auslandsvertretung beziehungsweise die weitere Bestätigung in den Emiraten entsprechend den konkreten Behördenvorgaben zu klären.
Wichtig: Das deutsche Generalkonsulat Dubai ist nicht automatisch die Stelle, bei der deutsche Urkunden für die VAE legalisiert werden können. Die Reihenfolge sollte vor der Einreichung mit den zuständigen Behörden abgestimmt werden.
Urkunden aus Österreich oder der Schweiz
Auch österreichische und Schweizer Urkunden müssen für den Einsatz bei VAE-Behörden in der geforderten Form beglaubigt oder legalisiert sein. Zuständigkeiten und Vorstufen unterscheiden sich von den deutschen Regeln. Klären Sie die länderspezifische Beglaubigungskette bei den jeweils zuständigen nationalen Stellen und der VAE-Vertretung, bevor Sie Dokumente versenden oder kostenpflichtige Übersetzungen beauftragen.
Übersetzungen und Zeitplanung
Je nach Dokument und Verfahren können beglaubigte Übersetzungen ins Arabische oder Englische nötig sein. Bewahren Sie Originale und Kopien auf, prüfen Sie die Namensschreibweise in allen Urkunden und planen Sie mehrere Wochen Puffer ein. Ein fehlender Stempel kann den Antrag verzögern, selbst wenn alle übrigen Voraussetzungen erfüllt sind.
Familienvisum Dubai: Kosten realistisch planen
Die Kosten für den Familiennachzug Dubai hängen von der Anzahl der Familienmitglieder, der Visumsgültigkeit und den erforderlichen Behördenschritten ab.
Je nach Antragsweg und Status kommen Gebühren für die Einreisegenehmigung, Aufenthaltserlaubnis, Statusänderung im Inland, medizinische Tests, Emirates ID, Zustellung und Servicecenter hinzu. Zusätzlich fallen möglicherweise Versicherungs-, Übersetzungs- und Legalisationskosten an.
Die GDRFA veröffentlicht für einzelne Dienstleistungen konkrete Gebührenpositionen, unter anderem für Aufenthaltsgenehmigungen sowie Zusatzgebühren. Diese Einzelwerte lassen sich aber nicht ohne Weiteres als Gesamtpreis für jede Familie addieren.
Lassen Sie sich für den konkreten Antrag eine aktuelle Kostenaufstellung geben und kalkulieren Sie für jedes Familienmitglied separat.
Die aktuellen Gebühren und Anforderungen finden Sie beim offiziellen Aufenthaltsservice der GDRFA Dubai.
| Kostenblock | Wovon der Betrag abhängt |
| Einreisegenehmigung und Aufenthalt | Visumskategorie, Beantragung im In- oder Ausland, Gültigkeitsdauer |
| Statusänderung | Ob Angehörige bereits rechtmäßig in den VAE sind |
| Medizinischer Test | Alter und erforderlicher Testtyp |
| Emirates ID | Gültigkeitsdauer und Bearbeitungsart |
| Krankenversicherung | Alter, Leistungsumfang, Vorerkrankungen und Selbstbehalt |
| Urkunden und Übersetzungen | Ausstellungsland, Anzahl der Dokumente und Legalisationsweg |
Die Visumskosten sind nur ein Teil des Budgets. Auch Wohnung, Schule, Versicherung und Alltag sollten vor dem Umzug realistisch durchgerechnet werden.
Familienvisum beantragen: Schritt für Schritt
Damit der Familiennachzug Dubai möglichst reibungslos abläuft, sollten Sie die einzelnen Schritte in der richtigen Reihenfolge vorbereiten.
- Eigenen Aufenthaltsstatus prüfen und Sponsoring-Voraussetzungen bestätigen.
- Unterlagen für Ehepartner und Kinder zusammenstellen; Namen, Gültigkeiten und Dokumentenform kontrollieren.
- Heirats- und Geburtsurkunden nach den für das Ausstellungsland geltenden Vorgaben legalisieren lassen.
- Antrag auf Einreisegenehmigung beziehungsweise passenden Aufenthaltsservice über GDRFA/Amer oder den zuständigen Kanal einreichen.
- Nach Einreise oder Statusänderung den medizinischen Eignungstest für Angehörige ab 18 Jahren durchführen.
- Krankenversicherung organisieren, Emirates ID beantragen und die elektronische Aufenthaltsgenehmigung abschließen.
- Alle Ablauf- und Verlängerungstermine dokumentieren; Gültigkeit des Sponsorvisums laufend beobachten.
Die genaue Abfolge hängt davon ab, ob Angehörige bereits in den Emiraten sind, welche Visumskategorie vorliegt und welche Services im jeweiligen Verfahren kombiniert werden. Ein physischer Visumstempel im Reisepass sollte nicht mehr pauschal als zwingender letzter Schritt genannt werden.
Krankenversicherung für Familienangehörige
Eine passende Krankenversicherung ist beim Familienumzug nach Dubai ein fester Bestandteil der Planung. Prüfen Sie frühzeitig, ob Angehörige über den Arbeitgeber mitversichert werden können oder ein separater Vertrag erforderlich ist.
Achten Sie auf Kliniken im Versicherungsnetz, Selbstbehalte, Deckungsgrenzen, Medikamente und mögliche Wartezeiten. Besonders bei Kindern kann eine günstige Minimalpolice ungeeignet sein.
Wie stark Versicherungsprämien das Familienbudget beeinflussen, zeigt auch unser Ratgeber zu den Lebenshaltungskosten in Dubai.
Was passiert bei Verlust des Sponsorvisums?
Endet das Aufenthaltsvisum des Sponsors, kann das Auswirkungen auf die daran gekoppelten Familienvisa haben.
Für den einschlägigen Aufenthaltsservice nennt die GDRFA Dubai eine Frist von 60 Tagen nach Ablauf oder Annullierung. Allgemeine Bundesinformationen und spezielle Visumskategorien können davon abweichen.
Verlassen Sie sich daher nicht auf eine pauschale Frist. Prüfen Sie sofort die konkret für Ihre Angehörigen geltenden Daten im GDRFA-/ICP-System und organisieren Sie rechtzeitig eine Verlängerung, einen Statuswechsel oder die Ausreise.
Nach Ablauf der zulässigen Frist können Gebühren und weitere Probleme entstehen.
Familiennachzug Dubai: Checkliste für Ehepartner und Kinder
- Gültiges eigenes Residence Visa und Sponsoring-Berechtigung kontrollieren.
- Monatsgehalt, Arbeitgeberbestätigung und geeigneten Wohnraumnachweis bereithalten.
- Gültige Reisepässe und aktuelle Passfotos aller Familienmitglieder prüfen.
- Heirats- und Geburtsurkunden sowie eventuell Sorge- oder Einverständniserklärungen zusammentragen.
- Je Urkunde die zuständige Vorbeglaubigung, Legalisation und gegebenenfalls Übersetzung klären.
- Alters- und Sonderregelungen für Kinder direkt mit GDRFA/ICP abgleichen.
- Antragsgebühren, Versicherung und einmalige Beglaubigungskosten budgetieren.
- Einreise, Statusänderung, medizinische Untersuchung und Emirates ID zeitlich koordinieren.
- Genehmigungen, Nachweise und spätere Verlängerungstermine digital sichern.
Die häufigsten Fehler vermeiden
Beim Familiennachzug Dubai entstehen Verzögerungen häufig durch unvollständige Unterlagen, verspätete Beglaubigungen oder falsch eingeschätzte Visumsvoraussetzungen.
1. Zu spät mit Urkunden beginnen
Legalisationswege dauern häufig länger als die eigentliche Online-Antragstellung. Starten Sie früh.
2. Apostille und Legalisation verwechseln
Eine Apostille allein genügt nicht automatisch für VAE-Behörden. Maßgeblich ist das konkrete Ausstellungsland.
3. Überholte Altersgrenzen übernehmen
Für Söhne nennen aktuelle föderale Informationen grundsätzlich die Grenze unter 25 Jahren.
4. Gesamtbudget unterschätzen
Neben der Visumserteilung fallen Versicherungs-, Dokumenten- und Alltagskosten an.
5. Gnadenfrist pauschal annehmen
Bestätigen Sie den tatsächlichen Fristbeginn und das Enddatum direkt beim zuständigen Visumservice.
Fazit: Den Familienumzug richtig vorbereiten
Der Familiennachzug Dubai ist für viele Ehepartner und Kinder gut planbar, wenn der Sponsor die aktuellen Voraussetzungen erfüllt und die Dokumente vollständig vorliegen. Besonders viel Zeit sparen Sie, wenn Sie die Legalisierung der Urkunden früh beginnen, Gebühren nicht unterschätzen und sich bei Altersgrenzen sowie Fristen auf aktuelle Behördenangaben stützen.
Für die Auswanderung als Familie zählt nicht allein, ob das Visum erteilt wird. Auch eine passende Wohnung, gute Krankenversicherung, Schulwahl und finanzielle Reserven gehören zur realistischen Vorbereitung.
Informieren Sie sich über weitere Themen rund um Visa, Wohnen und das Leben in Dubai.
FAQ: Häufige Fragen zum Familienvisum Dubai
Wie viel Einkommen ist für den Familiennachzug nötig?
Als allgemeine Richtlinie nennt das offizielle VAE-Portal AED 4.000 (ca. 970 €) monatlich oder AED 3.000 (ca. 730 €) plus vom Arbeitgeber gestellte Unterkunft. Zusätzliche Anforderungen sind möglich.
Bis zu welchem Alter kann ich meinen Sohn sponsern?
Das offizielle VAE-Portal nennt grundsätzlich Söhne unter 25 Jahren. Sonderfälle sollten Sie mit GDRFA oder ICP klären.
Gibt es bei unverheirateten Töchtern eine Altersgrenze?
Nach den veröffentlichten föderalen Regeln können unverheiratete Töchter grundsätzlich ohne die bei Söhnen genannte obere Altersgrenze gesponsert werden.
Welche Dokumente braucht meine Familie?
Üblicherweise Pässe, Fotos, Dokumente des Sponsors, Einkommens- und Unterkunftsnachweise sowie korrekt beglaubigte Heirats- oder Geburtsurkunden.
Reicht eine Apostille für die Heiratsurkunde?
Nicht automatisch. Für die Verwendung bei VAE-Behörden gelten Legalisationserfordernisse, die vom Ausstellungsland und Dokument abhängen.
Wie viel kostet ein Familienvisum in Dubai?
Es gibt keinen einheitlichen Gesamtpreis. Gebühren für Genehmigungen, Statusänderung, Emirates ID, Gesundheitsprüfung, Versicherung und Urkunden variieren.
Brauchen Erwachsene einen medizinischen Test?
Für zu sponsernde Familienangehörige ab 18 Jahren ist nach den veröffentlichten Regeln grundsätzlich eine medizinische Eignungsprüfung vorgesehen.
Was passiert, wenn der Sponsor den Job verliert?
Der Aufenthaltsstatus der Angehörigen kann betroffen sein. GDRFA nennt für den betreffenden Aufenthaltsservice 60 Tage nach Ablauf oder Annullierung; das konkret gültige Enddatum muss geprüft werden.
Kann ich auch meine Eltern nachholen?
Grundsätzlich ja, aber es gelten zusätzliche und fallabhängige Anforderungen. Diese sind individuell bei den zuständigen Behörden zu prüfen.
